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Werbung auf meinem Blog

Wir Literaturblogger*Innen leben täglich mit einem Konflikt, den ich heute einmal thematisieren möchte.

Wir machen ständig Werbung für Bücher und dieser Umstand soll per Gesetz dem Leser, der Leserin sichtbar gemacht werden. Vor allem dann, wenn wir eine Gegenleistung erhalten, die lediglich in Form eines kostenlosen Leseexemplars besteht.

Oft besprechen wir Bücher, die wir zu Rezensionszwecken beim jeweiligen Verlag angefordert haben. So ist es jedenfalls bei mir. Unverlangt bekam ich bisher fast nie ein Buch geschickt.

Da ich also die Bücher nach meinen Vorlieben anfordere und meist auch bekomme, sind die Besprechungen meist positiv gehalten. Selten enttäuscht mich ein von mir ausgesuchtes Buch dermaßen, dass ich es „verreißen“ muss. In dem Fall bespreche ich es auch schon mal gar nicht.

Da ich von Haus aus (seit 32 Jahren) Bibliothekarin bin, ist mir das Besprechen von Büchern, die mir gefallen, in Fleisch und Blut übergegangen. Dabei habe ich im wirklichen Leben meist einen einzigen Leser vor mir, für den ich das passende heraussuche. Auch auf meinem Blog bespreche ich Bücher meist so, dass klar wird, für wen sie geeignet sein könnten.

Ich schreibe also nie, „Ich finde das doof.“, sondern eher „Wer das und das mag, wird dieses Buch lieben.“.

Am Ende meiner Rezensionen finden sich meist die genauen bibliographischen Angaben zur besprochenen Literatur mit einem direkten Link zur Verlagsseite. Das ist als hilfreicher Service für meine Leser gedacht. Eine Verlinkung zu einem großen Onlinehändler oder zum lokalen Buchhändler meines Vertrauens findet nicht statt. Ich habe keine Kooperationen und fühle mich auch von den Verlagen oder Autoren, die mir ein Exemplar überlassen, nicht abhängig. Ich werde für meine Besprechungen nicht bezahlt.

Jedem Leser und jeder Leserin wird klar sein, dass eine Buchbesprechung für ein Buch wirbt – oder auch davor warnt, es zu lesen. Wer das als Schleichwerbung versteht, der ist ganz schön naiv.

Natürlich werbe ich! Meine besondere Berufung ist Leseförderung. Ich freue mich über jeden, der durch mich auf neue Literatur aufmerksam wird.

 

(Weiter Infos zur Problematik bei 54books)

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