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	<title>England Archive - Litblogkoeb - ohne Bücher ist alles nichts</title>
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	<description>Rezensionen und Nachrichten aus dem Literaturbetrieb</description>
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	<title>England Archive - Litblogkoeb - ohne Bücher ist alles nichts</title>
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		<title>Der Salzpfad / Raynor Winn</title>
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		<pubDate>Fri, 31 Mar 2023 08:54:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Bücher in Krisenzeiten anders gelesen Ich habe gerade „Der Salzpfad“ von Raynor Winn beendet. Ein Erlebnisbericht aus dem Genre „Reiseerfahrungen“. Unter anderen Umständen gelesen hätten wir hier eine anrührende Beschreibung über den landschaftlich sehr reizvollen „South West Coastal Path“ zwischen Poole am Ärmelkanal um Land‘s End herum bis nach Minehead am Bristolkanal. Etwas mehr als 1000 Km. In die Hand genommen habe ich das Buch nur, weil ich dachte, es handele sich um einen Roman. Cover und die Aufkleber „Spiegel Bestseller“ und „Das inspirierendste Buch des Jahres.“(The Times) haben mich in die Irre geführt. Es wird auch in unserer Bücherei bei Belletristik stehen &#8211; da wird es mehr LesreInnen finden. Die Enttäuschung darüber, dass es kein Roman ist, vergeht schnell, denn die Spannung ist vom Prolog an sofort da. Und dann ist es auch überhaupt kein „Reisebericht“ &#8211; auch dort, unter den Reiseführern, wäre es fehl am Platz. Wir erleben Raynor und Moth, ein Ehepaar um die 50, an einem Wendepunkt ihres Lebens. Geht es überhaupt noch schlimmer? Nach einem bewegten Leben mit einer kleinen Farm und zwei Kindern, die zu netten Erwachsenen herangereift sind, stehen die Winns nun vor dem Nichts. Ein vermeintlicher Freund hat sie mit einer Bürgschaft in den Ruin getrieben. Zu allem Unglück bekommt Moth die Diagnose, unheilbar krank zu sein. Wie lange er noch leben wird, kann kein Arzt sagen. Wie lange er sich noch bewegen kann, ist auch nicht sicher. Was kann man in einer solchen Situation tun? Wie würde ich reagieren? Rynor und Moth vertagen die Antwort auf diese Fragen und machen sich auf den Weg. Es ist Juli, es wird ein heißer Sommer. Sie schultern ihre unmodernen Rucksäcke mit dem was sie tragen können und beginnen den Pfad in Minehead, der schwierigen Seite des Weges. Wir begleiten sie auf ihren Strapazen und Mühen, bei den eiskalten Nächten, in den verschwitzen Klamotten, spüren die Peinlichkeit, wenn man sie für Obdachlose hält, was sie ja auch wirklich sind. Wir fühlen Moth‘ Schmerzen, wenn er nach zu langen Pausen seine steifen Glieder wieder in Gang bringen muss. Sie schaffen bis Ende Oktober nicht den ganzen Weg, dürfen im Winter bei einer Freundin in einem Schuppen übernachten und gehen im nächsten Sommer den Rest des Weges. Am Ende gibt es ein klitzekleines Happyend. Ich lebe gerne draußen, gehe gerne wandern und kenne die Not, am Abend ein geeignetes Lager zu finden. Auch die schmerzenden Füße sind mir nicht fremd. Deshalb bin ich den beiden mit Leidenschaft und Entsetzen über diesen Pfad gefolgt &#8211; ich möchte nicht tauschen und empfinde großen Respekt für ihren Mut und ihr Durchhaltevermögen. Dieses Buch jetzt zu lesen, in einer globalen Krise, deren Ausgang wir nicht kennen, kann uns Mut machen, durchzuhalten und auf die Wendung zum Guten zu hoffen. Moth und Raynor waren mit ihrer Krise ganz alleine &#8211; wir sind es nicht. Bücher wie diese zeigen uns, wie viel ein Mensch ertragen kann und helfen uns durch schwere Zeiten. Über die Autorin Seitdem&#160;Raynor Winn&#160;den kompletten South West Coast Path gelaufen ist, unternimmt sie regelmäßig Fernwanderungen und schreibt über Natur und Wildcampen. Sie lebt derzeit mit Ehemann Moth und Hund Monty in Cornwall. „Der Salzpfad“ ist ihr erstes Buch und wurde in England in kürzester Zeit zum von Buchhändlern, Lesern und Kritikern gleichermaßen euphorisch gefeierten Sunday-Times-Bestseller. (Verlagstext)</p>
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		<title>What if&#8230;? &#8211; Cherringham &#8211; meine erste Wohnzimmerlesung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Eo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Sep 2018 09:16:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Buchtipp]]></category>
		<category><![CDATA[eBook]]></category>
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		<category><![CDATA[Cozy Crime]]></category>
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		<category><![CDATA[Event]]></category>
		<category><![CDATA[Leichte Unterhaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Spannung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Cherringham - Landluft kann tödlich sein. Wohlfühl-Krimis für unterhaltsame Stunden.</p>
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		<title>Loney von Andrew M. Hurley &#8211; düster</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Jul 2016 18:19:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Buchtipp]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[England]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Schauen Sie sich mal das Titelbild an. Das finde ich einfach toll. Es verspricht eine spannende, etwas gruftige Geschichte. Ich kann eine Menge positives über das Buch sagen. Der Autor kann gut erzählen. Die dargestellten Menschen und Orte werden sehr plastisch. Wenn man bis zu Ende liest, begreift man den Plot und weiß, worauf der Autor hinaus will. Dann könnte man noch einmal von vorne beginnen &#8211; und endlich bekommt die Erzählung drive. Ich habe genau das gemacht: von vorne angefangen und mit den nun bekannten Figuren und den vielen Hinweisen, die auf das bekannte Ende verwiesen, eine wunderbare Erzählung erlebt. Vorher hatte ich das Gefühl, den Film zu spät eingeschaltet zu haben. Ich bin einfach schlecht hinterher gekommen. Bei den  vielen Details und Personenbeschreibungen, denkt man, die müsste man alle für den Fortgang der Handlung im Hinterkopf behalten. Aber sie sind manchmal gar nicht wichtig. Einiges könnte man unter &#8222;herausgeschnittene Szenen&#8220; gefahrlos hintendran hängen. Worum geht es nun eigentlich in &#8222;Loney&#8220;? In einem bigotten Milieu einer anglikanischen Kirchengemeinde der 1970ger Jahre wachsen die beiden Jungen Andrew genannt &#8222;Hanny&#8220; und sein vier Jahre jüngerer Bruder, aus dessen Perspektive die Geschichte erzählt wird, heran. Den Vornamen des Ich-Erzählers erfahren wir nicht, nur den Spitznamen, den ihm der Pfarrer gibt. Hanny ist stumm und vielleicht auch ein wenig zurückgeblieben. Sein Bruder kann mit ihm kommunizieren und scheint seine einzige direkte Bezugsperson zu sein. Für alles, was nicht reibungslos vonstatten geht, wird er verantwortlich gemacht. Erzählt wird von den traditionellen Einkehrwochen um die Osterzeit einer kleinen Gruppe von Gemeindemitgliedern, zu denen auch die beiden Brüder und ihre Eltern gehören. Sie fahren in ein sehr einsam gelegenes Haus direkt am Meer &#8211; die Gegend heißt &#8222;the Loney&#8220;. Nachdem der Pfarrer, der sonst immer die kleine Pilgerfahrt angeführt hatte, gestorben war, fuhr man längere Zeit nicht mehr. Erst als Hanny schon fast volljährig war und ein neuer Pfarrer die Gemeinde leitet, will man sich wieder nach &#8222;the Loney&#8220; aufmachen. Dort gibt es eine heilige Quelle, von der man sich verspricht, dass sie Hannys Stummheit heilen könnte. Bei diesem Mal ist alles anders als früher. Die Gegend ist noch einsamer und heruntergekommener. Der neue Pfarrer hat in den Augen der überfrommen Gemeindemitglieder nicht genügend spirituelle Ausstrahlung, das Heiligtum ist verwahrlost und ungepflegt. Derweil erkunden die beiden Jungen wie früher die Gegend &#8211; den Strand mit dem alten Bunker, die mysteriöse Halbinsel, die zweimal am Tag von der Flut zu einer Insel gemacht wird. Sie finden ein Gewehr und Munition, sie geraten in verschiedene Schwierigkeiten, während die Erwachsenen davon nichts bemerken und sich nur um ihren Glauben kümmern. Das Osterfest und die rituelle Reinigung des stummen Jungen an der Quelle gehen ebenso schief, wie alle anderen Erwartungen enttäuscht werden. Diese ganze lange Vorgeschichte führt endlich zu den eigentlichen, sehr mysteriösen Umständen im Haus auf der Halbinsel. Wir bekommen nur in Umrissen ein Bild einer schrecklichen Horrorszene vorgeführt, die im Endeffekt die Heilung des Jungen bringt. Mein Fazit: eine plausible Geschichte, leider etwas verquer erzählt. Zu wenig Horror für Fans dieses Genre, zu viel für Liebhaber von Geschichten im englischen Milieu. Manche Stellen hätte man zugunsten einer stringenteren Spannung weglassen können. Gut herausgekommen ist, wie furchtbar engstirnig und von Vorurteilen belastet, eine sektenhafte Frömmigkeit ist &#8211; egal in welcher Religionsgemeinschaft auch immer. Die Übersetzerin Yasemin Dinçer hätte eventuell kürzere Sätze verwenden können. Da müsste man mal ins englische Original schauen. Insgesamt befriedigende Lektüre für Liebhaber der &#8222;Gothic Novel&#8220; &#8211; düster und geheimnisvoll. Loney / Andrew Michael Hurley. Aus dem Engl. von Yasemin Dinçer. &#8211; Berlin: Ullstein, 2016. &#8211;  epub, 336 S. ISBN 139783843714396 18,99 €</p>
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