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	<title>Russland Archive - Litblogkoeb - ohne Bücher ist alles nichts</title>
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	<description>Rezensionen und Nachrichten aus dem Literaturbetrieb</description>
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		<title>Meine Mutter hätte es Krieg genannt / Vera Politkowskaja mit Sara Giudice</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Eo / Litblog]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Nov 2023 19:20:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biographie]]></category>
		<category><![CDATA[Buchtipp]]></category>
		<category><![CDATA[Gastland Italien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kurzrezension Das Buch &#8222;Meine Mutter hätte es Krieg genannt&#8220; von Vera Politkowskaja präsentiert eine zutiefst bewegende und fesselnde Geschichte. Die Autorin gewährt dem Leser einen intensiven Einblick in das Leben ihrer berühmten Mutter, Anna Politkowskaya, einer herausragenden Journalistin, die während des Tschetschenien-Konflikts zu einer wichtigen Stimme für die Opfer wurde und nie aus Opportunität den Mund gehalten hat. Selten habe ich auf so kleinem Raum, das schmale Buch hat nur 192 Seiten, eine Geschichte Russlands von der Perestroika bis heute gelesen. Hochachtung habe ich vor der Bewertung der Russin Vera Politkowskaja des Ukrainekrieges. Der tragische und bis heute ungelöste Mord an Anna Politkowskaya bildet den zentralen Fokus des Buches, wobei Vera Politkowskaya geschickt die Lebensgeschichte ihrer Mutter mit deren engagiertem Einsatz für die Opfer verknüpft. Das Buch betont die Überzeugung der Mutter, dass die Wahrheit das einzige wirksame Gegengewicht in einer Diktatur darstellt. &#8222;Seid mutig und nennt die Dinge immer beim Namen.&#8220; S.10 in der deutschen Übersetzung des auf Italienisch erschienenen Buches &#8222;Una Madre. La vita e la passione per la verità di Anna Politkovskaja&#8220; &#8222;Wenn man mit seinen Vorstellungen von Gerechtigkeit allein bleibt, dann wird man verletzlich und fragil.&#8220; S.105 ebenda Es ist außerdem ein wunderbares Mutter-Tochter-Buch. Ein Rückblick auf eine schwierige und doch möglichst &#8222;normale&#8220; Kindheit in einer richtigen Familie mit Oma, Opa, Vater, Bruder &#8211; und einer Mutter, die ihre Kinder immer vor den Gefahren warnt, die am Ende mit ihrem Tod eingetroffen sind. Insgesamt liefert das Werk ein eindrucksvolles Zeugnis von Mut und dem unermüdlichen Streben nach Wahrheitsfindung. Die gelungene Übersetzung aus dem Italienischen ermöglicht es, diese bedeutende Geschichte einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Das Buch trägt dazu bei, das Vermächtnis von Anna Politkovskaya in einer globalisierten Welt weiter zu verbreiten. Lesen! Politkowskaja, Vera:Meine Mutter hätte es Krieg genannt / Vera Politkowskaja mit Sara Giudice. Aus dem Italienischen von Amelie Thoma und Christian Försch. &#8211; 1. Auflage 2023. &#8211; Stuttgart : Tropen, 2023. &#8211; 192 Seiten, 17 IllustrationenEinheitssacht.: Una madre. La vita e la passione per la verità di Anna PolitkovskajaISBN 978-3-608-50195-7 fest geb. : 22,00 https://www.eopac.net/oedekoven/medium/meine-mutter-hatte-es-krieg-genannt/</p>
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		<title>Außer sich / von Sasha Marianna Salzmann</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Eo / Litblog]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Feb 2018 08:15:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Buchtipp]]></category>
		<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dieses Buch lässt mich auf der letzten Seite so alleine, dass ich es gleich wieder von vorne anfange. Ein seltsames Buch &#8211; ein wunderbarer Text. Roh und ehrlich, nichts für allzu zarte Gemüter. Die Hauptperson Alissa, kurz Ali, wird mir zur Freundin / zum Freund, während sie mir Stück für Stück ihre / seine Geschichte erzählt. Ich lerne Kapitel für Kapitel die Familienmitglieder kennen. Es ist, als säßen wir zusammen in einem Café in Istanbul, wo Ali erzählt und erzählt. Atemlos, aufgewühlt, ehrlich. Ich erlebe die Suche nach Alis verschollenem Bruder Anton, die gleichzeitig eine Suche nach sich selbst ist. Ich fühle mit, wie es ist, sich seines wirklichen Geschlechts zu nähern und dazu zu stehen. Das Buch spricht von Migration, Heimatlosigkeit, Antisemitismus, Transgender &#8211; alles Begriffe, von denen man meint, genug gehört und gelesen zu haben. Hier erfährt man sie neu, interessant, lebensecht und hautnah. Es hätte für mich nicht enden müssen. &#8230;&#8230;&#8230;&#8230; Inhaltsangabe Verlag: Sie sind zu zweit, von Anfang an, die Zwillinge Alissa und Anton. In der kleinen Zweizimmerwohnung im Moskau der postsowjetischen Jahre verkrallen sie sich in die Locken des anderen, wenn die Eltern aufeinander losgehen. Später, in der westdeutschen Provinz, streunen sie durch die Flure des Asylheims, stehlen Zigaretten aus den Zimmern fremder Familien und riechen an deren Parfumflaschen. Und noch später, als Alissa schon ihr Mathematikstudium in Berlin geschmissen hat, weil es sie vom Boxtraining abhält, verschwindet Anton spurlos. Irgendwann kommt eine Postkarte aus Istanbul – ohne Text, ohne Absender. In der flirrenden, zerrissenen Stadt am Bosporus und in der eigenen Familiengeschichte macht sich Alissa auf die Suche – nach dem verschollenen Bruder, aber vor allem nach einem Gefühl von Zugehörigkeit jenseits von Vaterland, Muttersprache oder Geschlecht. &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230; Außer sich : Roman / Sasha Marianna Salzmann. &#8211; Berlin: Suhrkamp, 2017. &#8211; 1. Aufl., 366 S. &#8211; ISBN: 978-3-518-42762-0 ; gebunden : 22,00€</p>
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