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Am 19.02.2016 starb Umberto Eco

“Chi non legge, a 70 anni avrà vissuto una sola vita: la propria. Chi legge avrà vissuto 5000 anni: c’era quando Caino uccise Abele, quando Renzo sposò Lucia, quando Leopardi ammirava l’infinito… perché la lettura è un’immortalità all’indietro.”

Super Krimi! Nach diesem Buch wünschen sich Kinder keinen Hund mehr, sondern einen Käfer.

9783551317049Das ist Spannung pur!  M.G. Leonhard wird in England schon als die neue Rowling gefeiert. Ihr Erstling Käferkumpel ist nun von Britt Somann-Jung ins Deutsche übertragen und allen Jungen und Mädchen ab 10 Jahre wärmstens empfohlen. Ich bin ja nun schon 5 mal so alt, konnte das Buch aber nur sehr schwer zur Seite legen, wenn es das reale Leben unbedingt erforderte.

Das Muster ist bekannt und altbewährt: drei ganz unterschiedliche Kinder, zwei Jungs und ein Mädchen, lösen einen mysteriösen Fall. Der Vater des 13jährigen Darkus ist spurlos verschwunden - aus einem verschlossenen Raum im Keller des Naturhistorischen Museums, in dem eine riesige Käfersammlung aufbewahrt wird. Die Polizei steht vor einem Rätsel. Darkus muss zu seinem Onkel ziehen, da seine Mutter schon vor längerer Zeit gestorben ist. In der nun auch neuen Schule freundet er sich mit Bertolt und Virginia an. Als Darkum eines Tages ein ziemlich ungewöhnlicher Käfer zufliegt, der ihn anscheinend verstehen kann, beschließen die drei, das Rätsel um Darkums Vater zu lösen.

Es kommt zu allerlei erstaunlichen Vorfällen und Verwicklungen. Es gibt die Tölpel und die Schurken, eine mächtige böse Frau, Typ Cruella de Ville, und eine Armada an Käfern aller Art. Am Ende des atemlosen Geschehens geht natürlich alles gut aus, auch wenn es Verletzte gibt und leider ein Käfer den Tod findet. Nebenbei erfährt man viel wissenswertes über Käfer. Es gibt so gar ein Glossar mit den wichtigsten Begriffen.

Nach diesem Buch wünschen sich Kinder keinen Hund mehr, sondern einen Käfer wie Baxter, Newton oder Hepburn. Toll gemacht, wunderbar erzählt und ausgedacht. Mehr davon!

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Käferkumpel / M.G. Leonard. Aus dem Engl. von Britt Somann-Jung
Hamburg. : Chicken House. 2016. -  ISBN 3-551-52084-4 geb. 14,99€ (ab April 2018 auch als Taschenbuch!)

Über die Autorin

Der Abiball als Prüfstein für alte und neue Beziehungen.

IMG_20180214_141746Hier bleiben nur zwei Fragen offen: wer tanzt mit Oma und wer ist eigentlich Eric Nil?

Eric Nil, laut Verlagsangabe ein bekannter Schriftsteller und Kenner komplizierter Familienkonstellationen, hat die Abifeier seiner Tochter zum Anlass genommen, einen als Roman gekennzeichneten Bericht über seine Überlegungen vor und nach dem Fest zu protokollieren. Dabei lässt er dann auch keine noch so abseitige Wendung außer acht.

Dieses amüsante Büchlein sollte man scheidungswilligen Paaren mit kleinen Kindern schenken, damit sie über spätere Konsequenzen informiert sind.

Selbst wenn alle Beteiligten einer Scheidung - ehemalige Partner, neue Lebensgefährten und die dazugehörigen Kinder - einvernehmlich und sogar freundschaftlich die schwierigsten Fragen klären konnten, es kommt der Tag, an dem eines der größeren Feste ansteht: Abiball, Hochzeit, Taufen, Kinderkommunionen ... Und dann wird es trotz aller Abgeklärtheit und Vernunft schwierig! Das fängt bei der Sitzordnung an und hört beim gemeinsamen Tanz nicht auf. Sogar die Fahrt nach Hause nach der Feier kann noch Explosionsstoff 9783869711652.jpgenthalten. Bei weniger abgeklärten Gemütern könnten da auch die neuen Beziehungen zerbrechen.

Was hier als äußerst amüsanter Blick auf komplizierte Sitzverhältnisse während einer Familienfeier locker daher kommt, kann zwischen den Zeilen auch wehmütig und bedauernd gelesen werden. Nie werde ich den Satz eines guten Freundes vergessen: "Das Beste im Leben war meine schlechte Ehe."

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Abifeier: Roman / Eric Nil. - Berlin: Galiani, 2018. - 160 S. - ISBN 9783869711652 fest geb. : 17,00 €

 

 

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salzmann
Coverbild Suhrkamp

Dieses Buch lässt mich auf der letzten Seite so alleine, dass ich es gleich wieder von vorne anfange. Ein seltsames Buch - ein wunderbarer Text. Roh und ehrlich, nichts für allzu zarte Gemüter.

Die Hauptperson Alissa, kurz Ali, wird mir zur Freundin / zum Freund, während sie mir Stück für Stück ihre / seine Geschichte erzählt. Ich lerne Kapitel für Kapitel die Familienmitglieder kennen. Es ist, als säßen wir zusammen in einem Café in Istanbul, wo Ali erzählt und erzählt. Atemlos, aufgewühlt, ehrlich.

Ich erlebe die Suche nach Alis verschollenem Bruder Anton, die gleichzeitig eine Suche nach sich selbst ist. Ich fühle mit, wie es ist, sich seines wirklichen Geschlechts zu nähern und dazu zu stehen.

Das Buch spricht von Migration, Heimatlosigkeit, Antisemitismus, Transgender - alles Begriffe, von denen man meint, genug gehört und gelesen zu haben. Hier erfährt man sie neu, interessant, lebensecht und hautnah. Es hätte für mich nicht enden müssen.

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© Angelika Grabowski -  Figur in Alabaster

Inhaltsangabe Verlag: Sie sind zu zweit, von Anfang an, die Zwillinge Alissa und Anton. In der kleinen Zweizimmerwohnung im Moskau der postsowjetischen Jahre verkrallen sie sich in die Locken des anderen, wenn die Eltern aufeinander losgehen. Später, in der westdeutschen Provinz, streunen sie durch die Flure des Asylheims, stehlen Zigaretten aus den Zimmern fremder Familien und riechen an deren Parfumflaschen. Und noch später, als Alissa schon ihr Mathematikstudium in Berlin geschmissen hat, weil es sie vom Boxtraining abhält, verschwindet Anton spurlos. Irgendwann kommt eine Postkarte aus Istanbul – ohne Text, ohne Absender. In der flirrenden, zerrissenen Stadt am Bosporus und in der eigenen Familiengeschichte macht sich Alissa auf die Suche – nach dem verschollenen Bruder, aber vor allem nach einem Gefühl von Zugehörigkeit jenseits von Vaterland, Muttersprache oder Geschlecht.

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Außer sich : Roman / Sasha Marianna Salzmann. - Berlin: Suhrkamp, 2017. - 1. Aufl., 366 S. - ISBN: 978-3-518-42762-0 ; gebunden : 22,00€

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