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Der glückliche Löwe : Mein Klassiker

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Zur schönen Serie #MeinKlassiker kann ich heute mal ein Bild beitragen. Meine Tochter Katharina hat sich sehr bemüht, mich heute meinem früheren Ich so weit es geht anzugleichen.

Buchvorstellungen lagen mir also schon immer. Mein heißgeliebter Klassiker ist "Der glückliche Löwe" von Louise Fatio (Autor) und Roger Duvoisin (Illustrator). Es ist das erste Buch, das überhaupt den Deutschen Jugendliteraturpreis bekommen hat. Das war 1956. Zehn Jahre später wurde es mir geschenkt. Und wieder 52 Jahre später ist es immer noch in meinem Besitz - nur ganz leicht lädiert.

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Und es ist natürlich immer noch zu kaufen, bei Herder.

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©e_mager (#Vatersbuch)

Heute, am 21.12.2017, wäre Heinrich Böll 100 Jahre alt geworden. Zu diesem Jubiläum hat der dtv-Verlag eine Sonderedition aufgelegt:

Irisches Tagebuch, Ansichten eines Clowns, Billard um halb zehn, Wanderer, kommst du nach Spa... und Die verlorene Ehre der Katharina Blum

Außerdem gibt es für diese fünf Titel schön aufbereitetes Material für Literaturgesprächskreise mit Exklusivbeiträgen von Odile Kennel, Nicol Ljubić, Madeleine Prahs und Ulrich Woelk:

https://www.dtv.de/_files_media/downloads/lesekreis-material-sonderedition-heinrich-boell-793.pdf

Ebenfalls zum Jubiläum startete Kipenheuer & Witsch eine neue Internetseite zu Lesungen und anderen Terminen rund um Böll und seinen Geburtstag. http://www.boell100.com/

Und zum obig abgebildeten Buch aus der Bibliothek meines Vaters "Und sagte kein einziges Wort" siehe die gerade herausgekommene Besprechung von "Peter liest" unter

http://www.peter-liest.de/heinrich-boell-und-sagte-kein-einziges-wort/

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#VatersBuch - oder wie man sich eine ganze Bibliothek erschließt.

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Kürzlich habe ich den Großteil der Bücher übernommen, die mein Vater (81) im Laufe seines Lebens gesammelt hat. Sein Wunsch an mich war es, diese Bücher in guten Händen zu wissen, bevor er stirbt. Er hatte berechtigte Angst, dass seine Sammlung ansonsten irgendwie zerstreut oder auf dem Müll landen würde.

Nun hat er das Glück, eine Tochter zu haben, die sowohl "vom Fach" ist, als auch genügend Platz hat, um mehrere tausend Bücher aufzustellen. Wir mussten mit unserem VW-Bus zweimal zwischen Bonn und dem Westerwald pendeln, um diese Massen abzuholen.

Und dann dauerte es etwa eine Woche, bis alle Regale standen und alle Werke einzeln per Hand in alphabetischer Reihenfolge (bei der Belletristik) oder passendem Sinnzusammenhang (bei der Sachliteratur) gebracht waren. Gar nicht so einfach; Kollegen wissen was "schieben" bedeutet.

Nun stehen sie da, schön geordnet, alt - da meistens antiquarisch auf Flohmärkten erworben - und mir größtenteils unbekannt. Natürlich sind auch Wiederentdeckungen dabei, vor allem bei den illustrierten Werken, die ich als Kind unendliche Male durchgeblättert habe. IMG_20170612_175921Besonders wichtig damals "Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde" von Gustav Fochler-Hauke und Helmut Bibow. Nichts religiöses, sondern eine ausführliche Evolutionsgeschichte vom Urknall bis zur Entwicklung des Menschen - von 1956. Wenn ich solche Bücher jetzt wieder in die Hand nehme, läuft mir im ersten Moment ein Schauer über den Rücken. Die ersten Berührungen mit Büchern aus meiner Kindheit werden lebendig.

Um nun auch die anderen Bücher und vor allem die Autoren und ihre Geschichten näher kennen zu lernen, habe ich mir ein besonderes Projekt ausgedacht. Ich werde fast täglich eine Autorin oder einen Autor herausnehmen und mit Bild (vom Buch) und mindestens einer informativen Seite aus dem Internet auf Twitter posten. Und zwar unter dem bisher noch nicht benutzten Hashtag #VatersBuch. Diese Seite drucke ich auch aus und lege sie dem ersten Buch bei. So erhoffe ich mir, nach und nach eine gut dokumentierte und fast wissenschaftliche Bibliothek des 20. Jahrhunderts mein Eigen zu nennen.

Vielleicht macht es Euch Spaß, mit mir gemeinsam in Vergessenheit geratene Schriftsteller wieder zu entdecken. Ich freue mich auf Eure Kommentare!

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