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Letztes Wochenende habe ich bei der Bloggeraktion #litnetzwerk mitgemacht. Das habe ich im letzten Jahr schon einmal gemacht. Es hilft, seinen eigenen Blog bekannter zu machen, vor allem aber lernt man viele gleichgesinnte LiteraturbloggerInnen kennen. So auch dieses Mal. Am Ende waren es 100 Blogs (außer meinem), die es zu entdecken galt. Dabei habe ich ein paar Beobachtungen gemacht, die mich nachdenklich zurückgelassen haben.

Zuerst die Erkenntnis: ich bin alt!

Ja, ich bin über 50 und die meisten Bloggerinnen (es sind meist Frauen) sind noch jünger als meine eigenen Kinder. So sehen dann auch die Seiten aus: hübsch mit Blümchen verziert, verspielt eben. Die besprochenen Bücher sind häufig aus dem Fantasy-, ChickLit- oder YoungAdult-Bereich. Die FollowerInnen dieser Blogs, (es sind meistens erstaunlich viele!), sind dann eben auch unter 25, weiblich und lieben es bunt.

Bitte versteht mich nicht falsch: da ist überhaupt nichts gegen einzuwenden - ich sehe bloß, es ist nicht meins. Ich habe allerdings unter den 100 Blogs auch andere gefunden, denen ich nun folgen werde und auf deren Beiträge ich mich freue. Hier habe ich auch kommentiert und Antworten erhalten.

Da ich eine kleine Bibliothek leite, weiß ich allerdings jetzt auch - dank der wirklich schönen Aktion #litnetzwerk, dass ich mich für mein jüngeres Klientel mehr auf den gefundenen Seiten umschauen muss, um herauszufinden, was jüngeren LeserInnen Spaß macht.

Und weil mich das Thema nun umtreibt, habe ich mich in einem Bloggernetzwerk für Leute über 50 eingeschrieben. Mal sehen, ob ich damit glücklicher bin.

Und hier kommen die Blogs, die ich übers #litnetzwerk gefunden habe und demnächst öfter besuchen möchte:

Jill von letterheart

Marius von buch-haltung

Christin von life4books

Sandra von booknapping

Daniela von livricieux

Sarah und Martin von buecherjaeger

Thilo und Caecilia von schraeglesen

Verena von lieblingsleseplatz

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Der glückliche Löwe : Mein Klassiker

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Zur schönen Serie #MeinKlassiker kann ich heute mal ein Bild beitragen. Meine Tochter Katharina hat sich sehr bemüht, mich heute meinem früheren Ich so weit es geht anzugleichen.

Buchvorstellungen lagen mir also schon immer. Mein heißgeliebter Klassiker ist "Der glückliche Löwe" von Louise Fatio (Autor) und Roger Duvoisin (Illustrator). Es ist das erste Buch, das überhaupt den Deutschen Jugendliteraturpreis bekommen hat. Das war 1956. Zehn Jahre später wurde es mir geschenkt. Und wieder 52 Jahre später ist es immer noch in meinem Besitz - nur ganz leicht lädiert.

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Und es ist natürlich immer noch zu kaufen, bei Herder.

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Als bloggende Bibliothekarin bleibt im Januar wenig Zeit für "just-for-fun"-Beschäftigungen. Kollegen, die so wie ich mit der Statistik beschäftigt sind - ich sage nur DBS, Kassenprüfung, Jahresbericht - wissen, warum da nicht viel substanzielles kommen kann. Für Nicht-Kollegen: stellt euch die Steuererklärung vor, die unbedingt zum 31. Januar fertig sein muss, aber frühestens am 1. Januar begonnen werden kann. 😉

Natürlich lese ich trotzdem. In den letzten vier Wochen habe ich genossen:

"Das Lächeln meines Vater" von David Kapitelman

Armin Jetter, Lektor beim Borromäusverein, urteilt über das Buch: "Dieses Buch ist eine ausgezeichnete, leicht lesbare Urlaubslektüre mit durchaus ernstem Hintergrund, immer wieder überraschend realistisch in der Handlung und einfach sehr gut geschrieben. Ein Buch, das man sich gerne in einer Bücherei ausleiht!"

"Der Märchenerzähler" von Antonia Michaelis

Ein Jugendbuch, das in teilweiser sehr poetischer Sprache eine realistische Jugendwelt beschreibt, in der es um Schule, Liebe, Mobbing, Drogen, Sex und Morde geht. Und dazu ein handfester Thriller, der auch Erwachsenen das Blut in den Adern gefrieren lassen kann. Leseempfehlung!

"Herz auf Eis" von Isabelle Autissier

Die war eins der fünf Lieblingsbücher der unabhängigen Buchhandlungen im Jahr 2017. Ich habe die ersten Sätze davon im Lesezelt der Frankfurter Buchmesse hören dürfen. Gelesen von Christian Brückner... 😉 Es ist wirklich ein tolles Buch. Zu recht viel besprochen und hochgelobt. Unbedingt lesen!!

"Der Trinker" von Jakob Hinrichs

Eine kraftvolle graphic novel über das Leben Hans Falladas und sein Buch "Der Trinker" . NDR Kultur urteilt:

»Rauschhafte Visionen kann Jakob Hinrichs zeichnen wie kein zweiter. Er hat aus seiner Graphic Novel ein wahres Kunstbuch gemacht. Viele der Bilder, die da in kleinen Comic-Kästchen erscheinen, könnte man groß in Galerien an die Wand hängen.« 

"Sieben Nächte" von Simon Strauss

Das Buch hat mich persönlich nicht so gepackt. Das hätte auch ein längerer Blogartikel eines fast Dreißigjährigen mit Angst vor dem Erwachsenwerden sein können. Die Todsünden waren viel zu harmlos. Viele gute Sätze, die anregen, sich mit dem Sinn des Lebens auseinander zu setzen.

Und als nächstes werde ich für meine Musik-, Biographie-, Italien-Fans das Buch

"Der Himmel über Palermo" von Constanze Neumann besprechen.

Sobald ich Zeit finde. Siehe oben.

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"Schleichwerbung auf Literaturblogs!?"

Werbung auf meinem Blog

Wir Literaturblogger*Innen leben täglich mit einem Konflikt, den ich heute einmal thematisieren möchte.

Wir machen ständig Werbung für Bücher und dieser Umstand soll per Gesetz dem Leser, der Leserin sichtbar gemacht werden. Vor allem dann, wenn wir eine Gegenleistung erhalten, die lediglich in Form eines kostenlosen Leseexemplars besteht.

Oft besprechen wir Bücher, die wir zu Rezensionszwecken beim jeweiligen Verlag angefordert haben. So ist es jedenfalls bei mir. Unverlangt bekam ich bisher fast nie ein Buch geschickt.

Da ich also die Bücher nach meinen Vorlieben anfordere und meist auch bekomme, sind die Besprechungen meist positiv gehalten. Selten enttäuscht mich ein von mir ausgesuchtes Buch dermaßen, dass ich es „verreißen“ muss. In dem Fall bespreche ich es auch schon mal gar nicht.

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