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Die Gründerin von original unverpackt vom ersten Gedanken zum Plastikmüll bis zur Gründung ihres Supermarkts.

IMG_20171011_111424 (1)Noch keine ganze Woche ist Milena Glimbovskis Buch "Ohne Wenn und Abfall" nun im Handel und hat schon 12 Kundenrezensionen auf einer großen Buchverkaufsplattform erhalten. Das ist gut so! Denn Milena, selbst erst 27 Jahre alt, hat etwas geschafft, das ich nur bewundern kann.

Wie oft hat sich jeder von uns schon über den Plastikmüll aufgeregt, der nach einem Einkauf und der Zubereitung eines schönen Essens am Ende in die Tonne wandert? Und welche Konsequenzen haben wir daraus gezogen?

...weiterlesen "Ohne Wenn und Abfall / Milena Glimbovski"

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Zero Waste - versuchen wir es! Fangen wir mit Plastik an: es landet in der Natur, im Meer, im Boden und letztlich in unserer Nahrung.

Ihr kennt das: eigentlich weiß man etwas schon lange, aber dann gibt es einen letzten Impuls und los geht’s.

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Wir verbrauchen zu viel Plastik und überhaupt verschwenden wir unnötig viele Ressourcen, die fast ungenutzt auf dem Müll landen. Schlimmer noch - in der Natur, im Meer, im Boden und letztlich in unserer Nahrung, egal ob pflanzlich oder tierisch.

Wir haben die Bilder von den Plastikinseln im Meer alle schon mal gesehen. Wir wissen, dass Plastik Jahrtausende braucht, um zu verrotten. Aber dann vergessen wir es wieder. Beruhigen uns damit, dass unser Plastik ja im Recyclinghof landet und wiederverwertet wird. Unsere deutsche Umverpackung für den leckeren Käse wird doch wohl nicht im Meer landen. Oder doch?

Unbehagen machte sich bei mir schon länger breit, angesichts der vielen Plastikverpackungen, die bei uns im Haushalt so anfallen. Vor allem im Kühlschrank hatte ich es ständig vor Augen. Aber auch im Bad geht es nicht ohne Plastiktuben für Shampoo, Zahnpasta, Cremes. Genauso bei der Reinigung des Haushalts - alles kommt in praktischen Plastikflaschen daher.

Und dann war da die Litblog Convention in Köln 2017. das ist ein Treffen für Literaturblogger, zu denen ich mich seit einiger Zeit rechne. Da geht es vor allem um Bücher und ums Bloggen. Aber - und das ist ja das Tolle an Büchern - sie handeln alle von einem bestimmten Thema, in ihnen steckt die ganze Welt.

Cover-Glimbovski-Ohne-Wenn-und-Abfall-188x300Und hier ging es um das Buch von Milena Glimbowski: Ohne Wenn und Abfall, dass erst im Oktober 2017 erscheinen wird. Wir sitzen interessiert im sogenannten Panel mit der 27jährigen Milena, die mit 22 den ersten "original unverpackt"-Laden in Berlin eröffnet hat. Wir mit unseren Einweg-Plastikflaschen. Sie und ihr Lektor natürlich mit einer wiederbefüllbaren Glasflasche. Irgendwie schon komisch.

Sie hat also nicht nur recherchiert und ein Buch geschrieben, sondern weiß wovon sie spricht. Sie wollte etwas tun und hat es umgesetzt. Schritt für Schritt hat sie ausprobiert, ob es auch ohne so viel Müll geht. Sie lebt es vor und sie ermöglicht es anderen, indem sie Waren aller Art unverpackt verkauft. Hier der Link zum Shop. Ihre einfache Message an diesem Nachmittag: einfach anfangen!

Danach arbeitete es in mir. Das Unbehagen (s.o.) stieg. Und dann erinnerte ich mich, dass wir ein ähnliches Geschäft ganz in meiner Nähe haben. Freikost Deinet. Der ist zwar noch nicht komplett mit unverpacktem ausgerüstet, aber es ist immerhin eine große Hilfe in meinem Vorhaben, jetzt endlich ernst mit "zero waste" zu machen.

Ich bin jetzt gerade in der Phase "zum letzten Mal". Jetzt wird alles aufgebraucht, was da ist - schließlich nützt es nichts, halbvolle Plastikflaschen oder die Putschwämme wegzuschmeißen. Manche Behälter behalte ich für den weiteren Gebrauch.

Im Kühlschrank zeigt sich die Veränderung am schnellsten. Milch, Quark, Joghurt gibt es in Mehrweggläsern. Den Schnittkäse bekomme ich bei Freikost direkt in meine mitgebrachte Dose, Wurst kaufe ich neuerdings an der Fleischtheke. Da wird zwar auch noch Plastik drumgewickelt, ist aber nicht ganz so viel. Da werde ich mir bald mal einen Metzger suchen, der mir die Sachen in meine Dosen packt.

Losen, frisch gemahlen Kaffee bekomme ich auch bei Freikost, direkt in eine Papiertüte, die ich schon mehrfach befüllen lassen konnte. Freikost hat auch Obst und Gemüse, Nüsse aller Art, Getreide und Nudeln lose.

Tja, und dann gibt es das Internet. Ich stelle fest, hier tut sich schon lange was. Es gibt eine weltweite Bewegung der Leute, die es mit "zero waste" schon lange versuchen und viele gute Tipps auf Lager haben.

Hier ein paar Links:

Zero Waste Lifestyle

Einfach Zero Waste leben!

Zero Waste International Alliance

Utopia

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Es gibt natürlich schon eine ganze Reihe Bücher, die bei der Umstellung auf ein plastikfreies Leben helfen können. Ich werde mir als nächstes einmal "Fünf Hausmittel ersetzen eine Drogerie" anschauen. Und dann geht es den vielen Putzmitteln an den Kragen!

Macht Ihr mit? Aller Anfang ist schwer - aber ich glaube, es lohnt sich für uns alle.

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