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Literaturcamp Bonn 2018 - mein erstes Barcamp - ausführliche und sehr persönliche Beobachtungen

Vorbereitungen

Nach der Frankfurter Buchmesse im Herbst hieß es auf den einschlägigen Kanälen im Internet „Kommst Du nächstes Jahr auch zum Barcamp nach Bonn?“

Barcamp? Was ist das denn? Ok, es ist ein Literaturbarcamp, dort treffen sich „BloggerInnen, LektorInnen, BuchhändlerInnen, BibliothekarInnen, Selfpublisher, Bibliophile, für Verlage und den Buchhandel und nicht zuletzt für alle, die sich für Literatur, Bücher und die Welt des geschriebenen Wortes interessieren.“ (Ankündigung Website der Organisatoren) Deshalb musste auch ich da hin. Aber warum Barcamp?

...weiterlesen "Mein erstes Barcamp – #Litcampbn18"

Mit anderen Worten

ANDREAS BERNHARD  

Warum zitieren Schriftsteller so gern andere Autoren, wenn sie ein Buch beginnen? Über die Funktion des literarischen Mottos.

Sehr erhellende und erheiternde Infografiken zur Frage

aus der Süddeutschen Zeitung  HEFT 15/2012

foenkinos
Heute mal ganz auf die Schnelle ein Hörtipp!

Ganz zufällig bin ich gestern in meiner Onleihebibliothek auf das nette Hörbuch "Das geheime Leben des Monsieur Pick" von David Foenkinos gestoßen.

(Link dorthin)

Eine heitere, leicht erzählte Geschichte rund um den Literaturbetrieb. Viele schöne Gedanken zum Thema "Bestseller" und alles was damit zusammenhängt mit mehr als nur einem Augenzwinkern erzählt - eigentlich ein Muss für Literaturblogger und andere "sekundäre" Büchermenschen.

Die Besprechungen zur deutschen Printausgabe von Foenkinos Buch stören sich an allem Möglichen. Das kann ich nicht beurteilen. Aber die Hörbuchfassung, gelesen von Axel Milberg, ist ein Genuss.

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Das geheime Leben des Monsieur Pick / David Foenkinos. Aus dem Französischen von Christian Kolb, Sprecher Axel Milberg. - Hörverlag, 2017. - ISBN 9783844526141

 

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Die Liebesgeschichte zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan

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Ingeborg Bachmann und Paul Celan - eine tragische Liebe. Ein dunkles Buch. Helmut Böttiger kannte ich bisher nur als Kritiker beim Deutschlandfunk, nun durfte ich diese außergewöhnliche Doppelbiographie lesen. Bei der Lektüre habe ich mich gefragt, ob ich im Unterricht der 1970ger Jahre nicht aufgepasst habe. Habe ich doch einen Leistungskurs Literatur mit Erfolg bis zum Abitur absolviert, ohne wirklich zu begreifen, dass Celan bis 1970 noch lebte und also ein Zeitgenosse war.

Natürlich hatten wir die Todesfuge auf dem Lehrplan - aber nur im Zusammenhang mit anderen Gedichten rund um Nationalsozialismus und Holocaust. Wir waren in den 70ern übersättigt von diesen Themen, denn alle Lehrer wollten anscheinend an uns aufarbeiten, was in den 50ern und 60ern in der Bundesrepublik verdrängt worden war.

Gerne hätte ich damals Lyrik so vermittelt bekommen, wie es dieses Buch nun geschafft hat. Endlich habe ich "meinen" Celan etwas besser verstanden. Außerdem habe ich Einblick in die Arbeitsweise und den Geist der "Gruppe 47" gewonnen und etwas von der geistigen Enge in der jungen Bundesrepublik.

...weiterlesen "Wir sagen uns Dunkles / Helmut Böttiger"

bloglitWir "Litblogger" freuen uns ja, Bücher zugesandt zu bekommen. Wir lesen gerne, schreiben gerne ... und das Buch darf man behalten. Win - win nennt man das wohl.

Bloß - diesmal habe ich ein Problem. Das Buch ist sch.... Und es ist wirklich nur schlecht, da kann man nichts beschönigen. Soll ich das jetzt auch besprechen? Wie sage ich es dem Autor, der ganz stolz ist auf sein Baby? Für ihn wäre es am besten, ich würde schweigen. Aber ist das ehrlich? Wird mein Blog nicht erst wirklich glaubwürdig, wenn ich auch die Verrisse veröffentliche?

Da merke ich mal wieder, wie harmoniebedürftig ich bin. Wie gehen denn die anderen damit um?

Ich glaube, ich schicke das Ding an den Autor zurück - und damit hat es sich.

Oder?